Ein Nachruf…

Traurig! Nun ist es also soweit! Der Gelbe Löwe in der Gustavstraße schließt vorerst seine Pforten. Die Kläger haben noch nicht vor Gericht gewonnen, jedoch einen entscheidenden moralischen Sieg errungen. Susi und Peter geben auf und schließen den Leo. Wenn man den Ärger und die Querelen der letzten Jahre Revue passieren lässt, eine schmerzliche aber nachvollziehbare Entscheidung. Immer in der ersten Reihe, an vorderster Front und im Fokus der Kläger zehrt nunmal gewaltig an den Nerven und lässt die Kräfte schwinden.

https://www.facebook.com/gelber.loewe?fref=nf

Ach Fürth, ach Gustavstraße, ach Leo…

Was haben wir in den letzten 4 Jahren nicht alles erlebt im Leo? Wir durften noch vor der Eröffnung an dntver Bierprobe in der Leo-Bar teilnehmen und haben da einen gewissen Herrn Sch. kennenlernen dürfen, der in den höchsten Tönen von der Gustav, dem Leo und dem Fürther Ambiente schwärmte. Hätten wir damals schon gewusst, wie sich das alles entwickelt, dann…..

Unvergessen der Derbysieg im Pokal Dezember 2011 und die Feier im Leo mit Mike Büskens und Mirko Reichel. Dann dieser unvergessliche Abend an einem Montag im April 2011. Ich wollte zuerst gar nicht aus dem Haus, die historische Bedeutung dieses Abends war mir nicht gleich klar. Peter meinte komm vorbei, wir stellen einen Fernseher auf ein paar Bierkästen und dann schauen wir mal, was in Dresden passiert. Die Wirtsstube war zu meinem Erstaunen mit einer Reihe von Kamerateams der unterschiedlichsten Sender gefüllt. Dann geschah es und alle Dämme brachen. Unvergleichlich und wird so nie wieder passieren.

Kleeblatt-Familiy im Leo

Aufstiegsfeier, die Bundesliga-Saison mit anschließender Manöver-Kritik im Löwen folgten. Viele schöne Abende, die wir quasi mit unserer „Familiy“ im Leo verbringen durften. Wir haben neue Freunde gewonnen und verschollen geglaubte Bekannte wieder getroffen. Einen tollen Sylvesterabend haben wir mit Susi und Peter im Leo und später in der Bar erlebt, Weihnachtsfeiern mit unserer FanVgg und im letzten August wieder einen Derbysieg feiern dürfen. Oder, als wir alten Kleeblätter eines Abends im Leo uraltes Stadion-Liedgut ausgepackt haben und Claudia meinte, das müsst Ihr aufschreiben, sonst geht das verloren. Oh Winni Winni Wanna….

Das ist nun alles vorbei und eine große Ära geht zuende. Was bleibt sind die Erinnerungen an eine geile Zeit im Gelben Löwen und die Freundschaft zu Susi und Peter, vor deren Entscheidung ich nochmals meinen Hut ziehe.

Wie geht es weiter in der Gustavstaße?

Das weiß niemand so genau. Die Zeichen stehen weiterhin auf Sturm. Es ist zu hoffen, dass die anderen Wirte weiter durchhalten und ein gangbarer Weg irgendwann gefunden wird. Wenn nicht, geht das Licht aus rund um St. Michael. Aber das wollten die Kläger ja von Anfang an. Und wir machen uns dann auf den Weg, nochmals in den Leo, Abschied nehmen von einem echten Fürther Wirtshaus. Never surrender!

 

7 Gedanken zu „Ein Nachruf…

  1. Wie leben wir in 20 Jahren ?

    Endlich ohne Lärm. Ab 22 Uhr hat in Deutschland Ruhe zu sein.
    Wer dann noch lärmend angetroffen wird, hat mit Sanktionen zu rechnen.
    Öffentlicher Straßenverkehr dürfte zu laut sein.
    Damit verbietet sich ÖPNV und Bahnverkehr ab 22 Uhr sowieso.
    Individualverkehr unterhalb der Lärmgrenzwerte ist wohl nur mit Fahrrädern möglich.
    Öffentliche Feste wie Kirchweihen oder Sportveranstaltungen gehören der Vergangenheit an.
    Zarte Pflänzchen in dieser Richtung (Kärwa Kahl am Main, Stadion Paderborn) gibt es bereits.
    Hoffentlich gelingt es den Hilfsdiensten (Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr) mit Elektrofahrzeugen die Lärmgrenzwerte einzuhalten, sonst hat sich auch das nach 22 Uhr erledigt.

    Das ist aber auch ein super Konjunkturprogramm:
    – Betriebe, die rund um die Uhr arbeiten, müssen Schallschutzmaßnahmen ergreifen.
    – Gaststätten und Betriebe im Schichtbetrieb müssen Übernachtungsmöglichkeiten vorhalten, da lärmintensiver Verkehr ab 22 Uhr nicht möglich ist.
    – Leise Elektrofahrzeuge. Hoffentlich müssen lärmende Kraftwerke nach 22 Uhr nicht abgeschaltet werden !

    Wir sitzen daheim vor Fernseher und Internet, was da nicht mehr zu trennen ist, und treffen uns via Facebook und Co. mit unseren „Freunden“.
    Einmal am Tag kommt der „Versorgungsbote“ der uns das bringt, was wir bestellt haben.
    Damit haben sich die sog. „Läden“ auch erledigt.

    Wollen wir das alles ?

    Wir werden nicht gefragt !

    • Das Recht eines Einzelnen wird immer höher bewertet als das der Allgemeinheit.
      Das Recht der ärztlichen Schweigepflicht ist das höhere Rechtsgut als das der Allgemeinheit, nicht an einen Berg in den Seealpen gesetzt zu werden.

  2. Viel hat Fürth ja eh nicht zu bieten (da schließe ich die sogenannte „neue Mitte“ definitiv mit ein!
    Wenn nun auch noch als Alleinstellungsmerkmal der Stadt, die Gustavstrasse und damit die Kneipenkulturmeile verschwindet, dann geht wieder ein wichtiges Stück Fürth verloren. Wer in der Gustavstrasse wohnt, weiß, daß er nicht in Dambach wohnt! KEiN VERSTÄNDNIS FÜR QUERULANTEN UND DIE DIE DIESEN RECHT GEBEN!

    • Aber was kann man noch tun? Die Iniiative „Wir sind die Gustavstraße“ ist schön und gut, aber bewirkten tut sie auch nichts. Bin da ziemlich ratlos. Herr Schw. hat den ersten Etappensieg errungen und wird auch weiterhin keine Ruhe geben.

    • „Kein Verständnis“…..naja, dann eben nicht! Davon geht die Welt nicht unter.
      „…und für die, die diesen Recht geben!“
      Sie müssen einen langweiligen Bekannten-und Freundeskreis haben, wenn dort nur eine bestimmte Meinung erlaubt ist…Darum beneide ich Sie nicht.

  3. Mir Scheißegal ob das politisch korrekt ist oder nicht.
    Solche Querulanten gehören vertrieben und vor den Toren der Stadt aufgeknüpft, geteert und gefedert. Manchmal wünscht man sich das Mittelalter zurück.
    Arschlöcher, elende
    Susi und Peter, machts gut.

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